Silverback Desert Tech SRS A1 Gen.3
REVIEW

Vorwort

Die Auswahl an Scharfschützengewehren in der Airsoftwelt ist groß, normalerweise muss im Nachhinein aber ordentlich investiert werden, um zufriedenstellende Ergebnisse zu bekommen.

Dazu kommt, dass die meisten Scharfschützengewehre optisch wenig Abwechslung bieten. Begadi hat vor kurzem die Silverback Desert Tech SRS A1 Gen.3 in ihr Sortiment aufgenommen und dieses Gewehr ist technisch sowie optisch sehr interessant!

Durch das Bullpup Design ist sie ein wahrer Eyecatcher und sticht aus dem Einheitsbrei heraus. Der Aufbau bietet viele technische Vorteile, wie die kompakte Bauweise, einem langen Lauf und ein großes Zylindervolumen. Sie kann out of the box mit bis zu einer M170 betrieben werden und trumpft mit einem HopUp System auf, welches Rechts- und Linksabweichungen der Flugbahn kompensieren kann.

Es handelt sich um ein Lizenzmodell, mit allen Markings des scharfen Vorbildes. Kurz gesagt: Sie verspricht einiges und die Erwartungen sind hoch. Ob sie diese auch erfüllen kann, wollen wir im folgenden Artikel unter die Lupe nehmen.

Die SRS ist bei Begadi aktuell in den Längen 16″, 22″ und 26″ erhältlich, jeweils in den Farben Schwarz oder Tan (bicolor). Wir haben uns für die 16″ Variante in schwarz entschieden, diese gibt es für 589 €.

An diesem Modell sind die Vorteile des Bullpup Designs am ausgeprägtesten: Der kleine Body beherbergt einen 420 mm Lauf!

Hier geht es zu unserem Unboxing.


Allgemeines

Die Desert Tech – Stealth Recon Scout (SRS) ist durch ihr Bullpup Design, eines der kürzesten Scharfschützengewehre der Welt.

Durch ihre kompakte Bauart eignet sie sich sehr gut für enge Umgebungen, wie Fahrzeuge und urbanen Gebiete. Durch ihre Größe lässt sie sich deutlich leichter transportieren.
Andere Waffen dieser Klasse müssen vor Ort erst moniert oder auseinandergeklappt bzw. geschoben werden. Die SRS ist sofort einsatzbereit!

Ein weiterer Vorteil der SRS ist der schnelle Wechsel des Kalibers. Man muss nur den Lauf, Verschluss und das Magazin wechseln und dies mit nur einem einzigen Werkzeug. Mit etwas Übung ist das neue Kaliber in einer Minute montiert.

Technische Daten der DesertTec SRS A1
Kaliber Lauflänge Drallänge Gesamtlänge Waffengewicht Magazinkapazität
.308WIN 26″ – 660,4 mm 26″ – 660,4 mm 92,71 cm 4,99 kg 6 Schuss
.308WIN 22″ – 558,8 mm 11″ – 279,4 mm 82,55 cm 4,79 kg 6 Schuss
.308WIN 16″ – 406,4 mm 8″ – 203,2 mm 66,04 cm 4,33 kg 6 Schuss
.308WIN 26″ – 660,4 mm 10″ – 254,0 mm 92,71 cm 4,97 kg 5 Schuss
.308WIN 18″ – 457,2 mm 10″ – 254,0 mm 71,10 cm 4,45 kg 5 Schuss
.338LM 26″ – 660,4 mm 10″ – 254,0 mm 97,31 cm 4,94 kg 5 Schuss
.338LM 18″ – 457,2 mm 9″ – 228,6 mm 71,10 cm 4,47 kg 5 Schuss
6.5 Creedmoor 26″ – 660,4 mm 8″ – 203,2 mm 92,71 cm 4,92 kg 6 Schuss
6.5×47 Lapua 26″ – 660,4 mm 8½” – 215,9 mm 92,71 cm 4,92 kg 6 Schuss
.260Rem 26″ – 660,4 mm 8½” – 215,9 mm 92,71 cm 4,94 kg 6 Schuss
7mm WSM 26″ – 660,4 mm 9″ – 228,6 mm 92,71 cm 4,97 kg 5 Schuss

Die Airsoft Version bietet vier Varianten der SRS. Diese unterscheiden sich hauptsächlich durch die Länge des Laufes und des Vorderschafts. Es gibt noch die 20″ Sport Version, diese hat einen anderen Outer Barrel, keinen Monobod sowie keine Rails. Diese Version wird aber aktuell nicht bei Begadi gelistet. Es gibt sie in den Farben Schwarz, Tan, und OD Green, wobei Begadi sie nur in Schwarz und Tan anbietet.

Varianten inkl. Abmessungen, Gewicht und Energie
Version Gewicht Gesamtlänge Lauflänge Energie
16″ Version 3,2Kg 700mm 420mm 1,2J@0,20g / 1,45J@0,40g
22″ Version 3,5Kg 870mm 578mm 1,5J@0,20g / 1,6J@0,40g
26″ Version 3,6Kg 1010mm 680mm 1,3J@0,20g / 1,6J@0,40g

Generationsunterschied

Die Silverback Desert Tech SRS A1 wird von Begadi in der Generation 3 vertrieben. Was hat sich im Vergleich zu den vorherigen Generationen geändert?

Der Piston verfügt nun über einen neuen Pistonhead, der nun mit einem Silentdesign (ist konisch und bietet eine Pufferfläche) ausgestattet ist. Zusätzlich wurde mehr Material verwendet, um das Gewicht von 40 Gramm auf 54 Gramm zu steigern. Dadurch wird eine höhere Massewirkung erzielt um schwerere Kugeln besser hoppen zu können. Die Arretierung zum Triggersear wurde ebenfalls angepasst um für einen geschmeidigeren Gang und eine erhöhte Langlebigkeit zu sorgen.

Das HopUp Gummi ist nun ein “Flat Bucking”, was sich sehr positiv auf Reichweite und Präzision auswirken soll. Die Patchfläche geht nun fast über die gesamte Fläche des Lauffensters und hoppt so auch schwere Kugeln mit 0.45 Gramm.

Äußerlich wurde die Arretierung der Schaftkappe überarbeitet, um der Kraft der Feder besser standzuhalten.

Die O-Ringe in der Kugelrampe wurden entfernt, weswegen die restlichen Kugeln beim Nachladen nun aus der Rampe rausfallen.

Lieferumfang

Neben einer sehr ausführlichen Anleitung (inkl. Teileliste!) befindet sich folgendes im Paket:

  • die demontierte SRS A1 in der gewünschten Ausführung
  • ein Patch in Schwarz oder Tan, je nach Ausführung
  • ein Magazin mit 30 Schuss Kapazität
  • Montagematerial (Inbusschlüssel, Oringe, Schrauben, Fett und Rails)
  • Schussprotokoll

Die Anleitung haben wir abfotografiert und befindet sich im Anhang.

Magazine

Das mitgelieferte Magazin besteht aus Stahlblech und Kunststoff.

Es wiegt 197 Gramm und macht einen wertigen Eindruck. Ersatzmagazine sind auch noch in der Farbe Tan erhältlich. Dem Magazin liegt ein Follower bei, der optional verbaut werden kann. Er bietet den Vorteil, dass bei einem Magazinwechsel keine 4-5 BBs mehr aus dem Magazinschacht fallen, weil das Magazin damit bis zur letzten BB feedet.

Wir haben uns aber dafür entschieden, diesen nicht zu montieren. Es ist natürlich sehr ärgerlich, dass bei jedem Wechsel des Magazins BBs herausraus fallen, aber wenn man sich für den Follower entscheidet, ist ein schneller Magazinwechsel fast unmöglich. Der Follower ragt ca. 3cm aus einem leeren Magazin heraus und wenn man ihn nicht wieder in das leere Magazin drückt, kann er beim Verstauen beschädigt werden. Wir nehmen daher den erhöhten BB Verbrauch in Kauf.

Die passenden Magazintaschen findet man hier.


Erstmontage

Die SRS wird demontiert geliefert. Bevor man sie also das erste Mal in den Händen halten kann, muss sie zusammengebaut werden.

Lauf

Begonnen wird mit dem Außenlauf. Hier muss man als Erstes die Entscheidung treffen, ob man das HopUp mit den Gewindestiften oder den Plastikschrauben einstellen will.
Die Gewindestifte muss man vor der Montage in den Außenlauf schrauben, die Plastikschrauben danach. Wir entscheiden uns für die Plastikschrauben, da man diese ohne Werkzeug auf dem Feld einstellen kann.
Nun kann man den Außenlauf einfach in das Gehäuse einschieben bis die HopUp Kammer an der Kugelrampe ankommt. Als nächstes muss man mit dem mitgelieferten 5mm Innensechskant Inbusschlüssel die Lauf Arretierung, vom Schützen auf der linken Seite, von “Unlock” auf “Lock” stellen. Nun werden die 4 Inbusschrauben, vom Schützen auf der rechten Seite, angezogen und der Lauf ist eingebaut.

Im nächsten Schritt werden die Kunststoffschrauben für das HopUp System in die beiden Löcher über der HopUp Kammer eingeschraubt. Hier aber nicht zu tief einschrauben, sonst besteht das Risiko, dass das Bucking beschädigt wird! Am besten einen Abstand von ca. 2 mm zum Gehäuse lassen.

Bolt und Feder

Als Nächstes wird der Zylinder und der Piston eingebaut: Hierzu die Gummikappe entfernen und den Zylinder samt Piston durchschieben.
Den Abzug einmal drücken und den Zylinder am Ende arretieren. Nun die Feder und den Springguide einführen und hierbei den Abzug gedrückt halten.
Den Springguide mit dem Finger auf Spannung halten, den Abzug loslassen und dann vorsichtig die Spannung vom Springguide nehmen.

Er sollte nun gehalten werden. Als letztes wird die Schaftkappe angesetzt, nach oben gedrückt und durch den Hebel am unteren Ende arretiert. Final muss ein letztes Mal der Abzug betätigt werden, damit der Springguide in die Schaftkappe einfährt.

Hier der gesamte Vorgang als Video:


Verarbeitung und Haptik

Vorderschaft und Barrel

Unsere SRS in der 16” Version ist 700 mm lang und wiegt 3400 Gramm mit Magazin und 3203 Gramm ohne Magazin.
Der Lauf sitzt bombenfest in der Waffe und wackelt keinen Millimeter. Vorne befindet sich eine nicht gesicherte Kappe, unter welcher sich ein 14mm CCW Gewinde befindet.
Somit können alle gängigen Schalldämpfer und Mündungsfeuerdämpfer montiert werden.

Der Vorderschaft besteht aus CNC gefrästem Aluminium und sitzt ebenso fest und wackelt oder verdreht sich nicht. An ihm können die drei mitgelieferten Kunststoffrails montiert werden. Eine Sling Aufnahme gibt es im vorderen Bereich nicht. Es kann aber hier eine QD-Aufnahme nachgekauft werden, die den Platz für eine Rail in Anspruch nimmt.

Gehäuse

Das Gehäuse der SRS ist ebenfalls aus CNC gefrästem Aluminium und sehr robust. Die Schaftung ist aus mit Nylonfasern verstärktem Kunststoff und ist von der Haptik sehr wertig.

Leider gibt es einige ausgeprägte (fast scharfkantige) Gussnähte am Abzugsbügel und am Pistolengriff, die wir vor der ersten Benutzung auf jeden Fall ausbessern mussten.
Der Pistolengriff ist alles andere als Standard und fällt sofort ins Auge. Er wird nach unten hin breiter aber lässt sich dennoch sehr gut greifen. Im hinteren Teil ist er angeraut und bietet einen guten Grip.

Das Abzugsgewicht und der Abzugsweg lassen sich frei einstellen. Hierbei ist auch keine Demontage nötig, alles wird sehr komfortabel direkt am Abzug und Gehäuse über Schrauben eingestellt. Die Sicherung befindet sich direkt über dem Abzug und ist beidseitig bedienbar. Sie läuft leichtgängig und ist gut mit dem Zeigefinger (auch für kleine Hände) zu erreichen.

Schulterstütze

Die Wangenauflage besteht aus Kunststoff und lässt sich durch Anlösen der Schrauben in der Position verstellen.
Die Gummikappe am Verschluss sitzt sehr fest und man muss sich keine Sorgen machen diese zu verlieren.
Kurz vor der Buttplate befindet sich auf beiden Seiten eine QD-Aufnahme für einen Sling. Diese besteht aus Stahl und wir haben sie mit dieser QD Sling Mount getestet. Sie hielt den gesamten Spieltag über sehr gut und macht einen robusten Eindruck.

Die SRS bietet noch einen Monopod, um das Auflegen der Waffe zu erleichtern. Dieser besteht aus Aluminium und lässt sich schnell ausfahren und einstellen. Die Buttplate ist gummiert und lässt sich an die Größe des Schützen anpassen. Hierzu kann man im Auslieferungszustand einen der insgesamt drei Spacer entfernen. Will man sie Waffe noch weiter vergrößern, können die Spacer im 3er Pack nachgekauft werden.

Markings

Es handelt sich bei der SRS um ein Lizenzmodell und damit hat sie auch alle Markings. Diese befinden sich, jeweils rechts und links, unter der Rail. Auf der Unterseite des Schaftes befindet sich das F im Fünfeck mit Begadi als Importeur. Die Stelle passt sehr gut, da sie normal nicht ins Auge fällt. Uns hätte es aber noch besser gefallen, wenn die Schrift nicht ganz so groß wäre, besonders Sammler könnten sich daran stören.


Technik

Springguide

Der Springguide ist komplett aus Stahl gefertigt und wie der Rest der Waffe sehr wertig und massiv.

Leider hat er kein Lager, somit kann sich die Feder im System nicht frei drehen. Des Weiteren ist er ein kleines bisschen zu lang. Das bemerkt man direkt beim ersten Repetieren, für das letzte Stück zum Arretieren des Pistons braucht man merklich mehr Kraft. Auf unseren Fotos kann man sehen, dass zwischen Piston und Springuide ein ca. 1 mm großer Spalt besteht. Legt man mit ordentlich Kraft den Springguide plan an den Piston, hebt sich sogar der Pistonhead leicht an.

Auswirkung auf die Schussergebnisse sollte dieses Problem nicht haben, das Chronoergebnis war trotzdem konstant. Laut verschiedenen Erfahrungsberichten soll der folgende Springguide aber all diese Probleme lösen können. Dieser bietet ein Lager für die Feder und soll von der Länge auch perfekt passen, gleichzeitig lässt sich die Feder durch den Teflonüberzug leichter spannen. Leider stand uns dieser Springguide nicht zum Test zur Verfügung.

Piston

Der Piston besteht insgesamt aus drei Teilen. Die Arretierung für das Sear, welches aus Stahl gefertigt ist. Dann der Piston selbst aus Aluminium und der Pistonhead aus Gummi.
Das Gummi des Pistonheads ist schön weich und dehnt sich so perfekt beim Schuss aus. Die Lautstärke hat uns wirklich überrascht. Dank des neuen Silentdesigns ist das Schussgeräusch nicht sehr dominant und mit einem Schalldämpfer gibt es sogar noch mehr Potenzial nach oben.

Cylinder und Cylinderhead

Der Cylinder, Cylinderhead und das Nozzle sind ebenso aus Stahl gefertigt. Der Cylinder und der Cylinderhead werden verschraubt. Dabei sitzt noch ein O-Ring auf dem Gewinde und dichtet zu 100% ab. Die verwendeten Teile wirken sehr stabil und massiv. Man kann hier ohne Bedenken eine M160 Feder betreiben.

HopUp und Lauf

Das Herzstück, wenn es um Präzision und Reichweite geht. Das HopUp und der Lauf sind zu 100% AEG kompatibel. Somit können Bastler auf ein großes Repertoire an Tuningteilen zurückgreifen, sei es MapleLeaf, Slong oder natürlich auch die Silverback eigenen Buckings. Diese müssen sich nämlich keinesfalls verstecken.

Wie schon erwähnt, sind sie seit der Gen. 3 im Flat-Design gehalten. Die Patchfläche umfasst so gut wie das gesamte Lauffenster und sorgt somit wie für eine große Kontaktfläche.

Das standardmäßige Gummi ist für rund 1.5 J ausreichend. Für eine höhere Energie empfehlen wir die Nutzung der 70° oder 80° Variante.
Die richtige Einstellung für das HopUp zu finden nimmt leider sehr viel Zeit in Anspruch. Das Design des HopUps ist sehr speziell und dadurch, dass die Kugel von zwei Seiten des Buckings Druck bekommt, muss die Einstellung der Plastikschrauben wirklich perfekt sein.

Der Lauf hat eine Länge von 420 mm und einen Innendurchmesser von 6.05 mm.

Wenn man das Bucking einmal wechseln möchte, ist es sehr schwer die Kammer wieder gerade auf dem Lauf auszurichten.
Der Lauf bietet zwar die Möglichkeit der Montage eines C-Clips, aber die Kammer wird über zwei Gewindestifte an den Lauf gehalten.
Hierbei agiert man aber völlig blind da es keine vordefinierten Punkte gibt, in welche die Gewindestifte geschraubt werden sollen.

Hat man die Kammer montiert, kann man testweise die Plastikschrauben einsetzen, um die Haltung der Patchfläche im Lauffenster zu kontrollieren. Die Arretierung über einen C-Clip würde diesen Vorgang aber immens erleichtern.

Die Lösung für dieses Problem bietet die FAST HopUp Kammer, welche wir unter dem Punkt Tuning und Anbauteile noch genauer beleuchten werden.


Tuning und Anbauteile

Begadi bietet eine große Auswahl an Tuning- bzw. Anbauteilen und wir haben im Review schon einige angesprochen.
Ein Tuningteil, das aus unserer Sicht nicht fehlen sollte, ist der Springguide. Durch ihn lässt sie die Feder besser spannen (wir konnten das bei einer anderen SRS, die diesen Springguide verbaut hatte, auf dem Spielfeld testen).

Die FAST HopUp Unit ist aus unserer Sicht auch ein absolutes “Muss”, denn nun kann das HopUp komfortabel über den Hülsenaufwurf eingestellt werden und der Druck auf die BB erfolgt konstant und gleichmäßig von oben. Die FAST ist auch komplett AEG kompatibel und es können gängige Tensioner und Buckings verwendet werden. Im Lieferumfang der HopUp Unit sind alle Silverback Buckings inkl. konkaven Tensioner.

Zur Anpassung der Energie (stark abhängig von den jeweiligen Feldregeln und örtlichen Joulegrenzen!) bietet Begadi drei weitere Federn:

  • M150 (ca. 2.2 J)
  • M160 (ca. 2.8 J)
  • M170 (ca. 3.5 J)

Es ist auch möglich einen Push Bolt Cylinder zu verbauen. Hierbei wird die Feder nicht durch Ziehen des Handles, sondern durch nach vorne Drücken gespannt (wir haben das nicht getestet, aber das System ist wohl mit über 1.7 J nicht zu nutzen)

Neben optischen Anbauteilen, wie einem anderen Bolt Handle, Außenlauf oder Rails, finden sich bei Begadi auch die wichtigsten Ersatzteile für die Waffe.

Nach dem zweiten Spieltag haben wir testweise eine M170 geordert. Wir wollten diese einkürzen, um die Leistung der SRS auf Punkt 3 Joule anzuheben.

Frisch aus der Verpackung kam sie mit der M170 auf satte 3,4 J. Leider mussten wir feststellen, dass das für unser Modell zu viel des Guten ist. Sie löste aus und das ohne betätigen des Abzuges! Daraufhin haben wir vier Windungen entfernt und sie kam auf genau 3 J mit 0,45g Lonex BBs und das Problem des zufälligen Abfeuerns trat auch nicht mehr auf.
Wir haben sie geschüttelt und auf einen harten Untergrund geschlagen und sie blieb gespannt.

Mit der gekürzten M170 ist das spannen subjektiv geschätzt nicht wesentlich schwerer als die M160 und ist absolut im spielbaren Rahmen.


Praxistest

Wir haben sie am 30.03.2019 in Mahlwinkel zum Spiel Lost Airfield – Solid Thunder getestet.

Als Erstes haben wir sie mit der stock HopUp Unit, sowie Feder und Bucking getestet. Mit 0,45g Lonex BBs kommt sie auf knapp 1,5J und es waren Treffer auf 50m möglich, aber die stock HopUp Unit war nicht konstant. Wenn man eine gute Einstellung gefunden hatte, flogen nach 4-5 Schuss die BBs doch wieder nach links oder rechts. Wir waren mehr mit dem Einstellen des HopUps beschäftigt, als mit dem Beschießen der Waffe.

Dann haben wir uns dafür entschieden die FAST HopUp Unit, ein 80° Bucking von SRS und eine M160 von SRS zu verbauen. Mit diesem Setup kam sie auf 2,6J mit 0,45g Lonex BBs und es brachte in puncto Präzision die völlige Wendung. Wir haben sie so auf 81m getestet und waren positiv beeindruckt. Torsotreffer waren trotz leichtem Seitenwind wiederholt möglich. Daran hat sich auch über den gesamten Tag nichts mehr geändert.

 

 

Das Repetieren der SRS ging immer noch relativ leicht von der Hand, wenn man bedenkt, dass man gerade 2,6J spannt. Leider wurde der schon beschriebene Kraftaufwand für das letzte Stück zum Arretieren des Pistons noch mal merklich größer. Wenn der Teflon Springguide wieder lieferbar ist, werden wir ihn testen und ein kleines Update bringen.

Des Weiteren rastet der Springguide bei der Montage nicht mehr am Sear ein, dieser kann die M160 nicht halten. Somit wird er nicht mehr sauber in der Waffe gehalten und man muss bei der Montage der Buttplate nun noch den Springguide mit einfädeln. Dies war am Anfang etwas umständlich aber mit ein wenig Übung ist auch dieser schnell montiert.


Fazit

Optisch ist die SRS ein echter Leckerbissen. Sie fällt einfach auf und hat viele neugierige Blicke geerntet. Mehrfach wurden wir darauf angesprochen und viele wollten ein Paar Testschüssen abfeuern. Mit Magazin und Visierung kommt unsere 16” Version auf knapp 4,2Kg und ist einfach eine Wucht. Sie vermittelt in keinster Weise das Gefühl gerade ein “Spielzeug” in den Händen zu halten. Auf technischer Seite weiß sie aber ebenso zu überzeugen.

Die Wertigkeit der Teile hat uns sehr gut gefallen, alles was aus Stahl sein muss, ist es auch. Die Schussleistung führt diesen Eindruck fort. Nachdem die FAST HopUp Unit samt Bucking und eine M160 verbaut wurden, sind Torsoreffer auf 81m kein wirkliches Problem mehr.
Insbesondere die Einfachheit der Wartung muss an der Stelle nochmal hervorgehoben werden. Einfach Buttplate ab und man kommt an alle relevanten Teile sofort ran. Einfacher geht es nicht.

Die stock HopUp Unit wird dem Gesamtbild leider nicht gerecht. Sie lässt sich zu umständlich einstellen und arbeitet alles andere als konstant. Die FAST HopUp bietet hier ein merkliches Upgrade und ist in 5 Minuten verbaut. Ein weiterer Negativpunkt sind die vorhandenen Grate am Gehäuse, welche schon sehr ausgeprägt sind.

Das große Importeursmarking hat uns nicht gefallen, vielen Spielern wird es bestimmt egal sein, aber den Sammler könnte es doch stören.

Alles in Allem können wir aber eine Kaufempfehlung aussprechen. Wenn man die Punkt Energie und HopUp angeht, leistet sie beeindruckende Ergebnisse und macht spielerisch extrem Spaß!


Fotos

Alle obigen und ein paar zusätzliche Fotos findest du in dieser Galerie: